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Deutschland seit 1946

in den de facto geschaffenen Grenzen von 1945 (Potsdamer Abkommen vom 2.8.1945) und 1949 (Gründung der beiden deutschen Republiken), 1950 (Görlitzer Abkommen zwischen Polen und der DDR) und 1970 (Warschauer Verträge zwischen der BRD und Polen) bestätigt.

Endgültig völkerrechtlich anerkannt im September 1990 in den 2+4-Verträgen mit der Sowjetunion, und im Deutsch-Polnischen Grenzvertrag, der am 16. Januar 1992 in Kraft trat.

Ausgehend vom Gebiet der Weimarer Republik (Gebietsstand vom 31.12.1937):

Name des GebietesFlächeFlächenangabe(n) aus dem Jahre (Landvermessung von)Bemerkungen / Quelle
Deutsches Reich der Weimarer Republik470.714,06 km²1.4.1937Quelle: 2.5

Davon auf andere Staaten verteilt am Ende des 2. Weltkrieges (völkerrechtlich anerkannt erst 1990-92):

Name des GebietesFläche (gerundet und auf 2 Stellen hinterm Komma*)abgegeben anFlächenangabe(n) aus dem Jahre (Landvermessung von)Einwohner 1944Bemerkungen
von Pommern (Hinterpommern und Stettin)23.147 km²
23.146,49 km² am 1.1.1943
Polen1.1.19431,5 Mio.von Pommern i.d.Grenzen vom 31.12.1937, 30.255 km² am 1.1.1943 (30.254,54 km² ohne Rundung).
von Reg.Bez (1910)Größte Städte (> 5.000 Ew. [1939])
StettinStettin, Swinemünde, Wollin, Kammin, Altdamm, Naugard, Gollnow, Stargard, Greifenhagen, Pyritz, Treptow a.d.Rega, Greifenberg, Labes.
KöslinKolberg, Köslin, Belgard, Schivelbein, Bad Polzin, Dramburg, Falkenburg, Callies, Neustettin, Bublitz, Rügenwalde, Schlawe, Rummelsburg, Bublitz, Bütow, Stolp, Lauenburg, Leba.
von Brandenburg (Ostbrandenburg)12.150 km²
12.151,38 km² am 1.1.1943
Polen1.1.1943500.000Brandenburg rechts der Oder und Neiße. Von Brandenburg i.d.Grenzen vom 31.12.1937: 39.100 km² Fläche am 1.1.1943 (39.101,21 km²), davon 19.888,17 km² Regierungsbezirk Potsdam, 19.212 km² Regierungsbezirk Frankfurt (19.213,04 km²) in den Grenzen von 1937, ohne das erst am 1.10.1938 angegliederte Gebiet Bomst(West)-Nord, 180 km² (180,42 km²).
*Die auf ganze Quadratkilometer gerundeten Angaben entsprechen denen in 4
Von Historischem GebietGrößte Städte (> 3.000 Ew. [1910])
Neumark oLandsberg a.d. Warthe; Königsberg/Neumark, Bärwalde, Neudamm, Vietz, Küstrin (ohne Küstrin-Kietz), Soldin, Lippehne, Berlinchen, Arnswalde, Reetz, Woldenberg, Friedeberg, Driesen.
Lebuser Land *Drossen, Slubice (ehem. Frankfurt/Oder - Dammvorstadt; mit Kunersdorf), Reppen, Sonnenburg, Zielenzig, Sternberg
Niederlausitz Guben (rechts der Oder; =Gubin), Sommerfeld (poln. Lubsko), Sorau.
bis ins Spätmittelalter schlesischSchwiebus (sogar bis 1742), Züllichau (bis 1537), Krossen (bis 1482/1537)
o Im deutschen Sprachgebrauch des 20. Jh. bezeichnet Neumark das gesamte östlich von Oder und Neiße liegende Gebiet der Provinz Brandenburg, ausgenommen des rechts der Neiße liegenden Teils der Niederlausitz (Guben rechts der Neiße (Gubin) und Sorau).
Um auch andere historische Landesteile zur erwähnen, ist hier jeodch nur ein ursprüngliches Kerngebiet der Neumark gemeint: Östlich der Oder und Alten Oder (ursprünglich entlang einer Linie Oderberg - Freienwalde - Wriezen - Gusow-Platkow bis nach Reithwein gegenüber von Göritz) zwischen Schwedt und Küstrin, nördlich der Warthe/Netze und westlich der Drage. Die nördliche Grenze zu Pommern verläuft im 19. Jh. von Westen nach Osten nördlich von Schwedt, Königsberg/Nm., Lippehne, Berlinchen, Arnswalde und Reetz. Ein schmaler Streifen Land südlich von Warthe und Netze, beginnend 10 km südlich von Landsberg am linken Wartheufer (bei Koszęcin (Karolinenhof) in der Gemeinde Deszczno (Dechsel)), der sich 60 km in Richtung Osten bis Driesen (Drezdenko) erstreckt und auf dieser Länge ca. 7-15 km breit ist, gehört ebenfalls zum ursprünglichen Kerngebiet der Neumark.
Nebenbemerkung: Bis 1815 gehörte auch noch ein ca. 2.100 km² großes Gebiet zur Neumark, welches in jenem Jahr nach Pommern eingemeindet wurde. Es gehörte auch zum ursprünglichen Kerngebiet (seit dem 14. Jh.) der Neumark: Der Kreis Schivelbein (503 km² [1925]), der Kreis Dramburg (1.210 km² [1925]) und die nördlichen Teile des Kreises Arnswalde mit der Stadt Nörenberg (ca. 400 km²). Darin liegen Dramburg, Falkenburg, Schivelbein, Nörenberg und der Große Lübbe-See (aber ohne die östlich angrenzende Pommersche Schweiz), sowie Kallies (seit 1455). Labes, der Dratzig-See und Bad Polzin gehörten nicht dazu (alle historisch zu Pommern).
Das Gebiet liegt nördlich von Reetz und stellt einen 20-60 km breiten Streifen Land dar, der sich entlang (mehrheitlich westlich) des 16. Breitengrades und z.T. östlich der Drage nördlich bis zum Klor-Berg nördl. von Schivelbein erstreckt. Insgesamt hat er eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 70 km. Das Gebiet wird hier (weiter oben) zur Provinz Pommern und dort zum Regierungsbezrik Köslin gezählt.
* Das Lebuser Land ist ein ehemaliger Herrschaftsbereich, der als eigenständige, polnische Herrschaft von den Jahren ca.950 bis 1249 bestand. Danach gehörte das Gebiet zur Mark Brandenburg, und zwar westlich der Oder zur Mittelmark und östlich der Oder zur Neumark. In Deutschland war die Bezeichnung "Lebuser Land" oder "Land Lebus" für ein Territorium östlich der Oder bis 1945 ungebräuchlich.
1945 kam das Gebiet östlich der Oder zu Polen. 1945-1975 und dann wieder ab 1999 errichtete Polen eine Woiwodschaft "Land Lebus". Diese umfasst in ihren heutigen Grenzen die gesamte Neumark (inklusive des östlichen Teils des Lebuser Landes, der Niederlausitz östl. der Neiße und Teilen Schlesiens). Sie sieht sich aber begrifflich in der Tradition der Burg und des Landes Lebus des 10. bis 13. Jahrhunderts.
Die Kleinstadt Lebus selber liegt dabei westlich der Oder auf deutscher Seite.
Das historische Land Lebus umfasst ein Gebiet beiderseits der Oder, im Norden durch die Warthemündung bei Küstrin begrenzt und im Süden durch die Mündung der Lausitzer Neiße bei Schiedlo und Ratzdorf. Im Osten erstreckt sich das Gebiet südlich der Warthe bis etwa zum Dorf Kołczyn (ehem. Költschen im Kreis Oststernberg) ganz im Osten. Die Abgrenzug verläuft von dort in Richtung Süden bis Zielenzig und weiter östlich an Sternberg vorbei, jedoch ohne Schwiebus und Züllichau, bis an die Oder heran, südlich von Leitersdorf und nördlich von Rotheburg. Von dort Verläft die Grenze in Richtung Westen entland der Oder bis zur Neißemündung.
Westlich der Oder erstreckt sich das Lebuser Land von der Neißemündung in Richtung Westen über Neuzelle bis zum Großen Schwieloch-See. Die Grenze verläuft von dort in Richtung Norden entland der Spree (Beeskow, Fürstenwalde). Der Grenzverlauf verlässt die Spree an deren Knick nach Süden (bei Siedlung Spreetal) und verläuft durch das Müggelsee-Löcknitzer Wald- und Seengebiet entlang der Löcknitz in Richtung Nordosten weiter. Sodann verläuft sie entlang des Stöbberbaches und der Stöbber, durch den Buckowsee westlich an Buckow (Märkische Schweiz) vorbei. Sie verläuft weiter entlang der Stöbber durch den Kietzersee. Dort trifft sie auf die Alte Oder, die sie in Richtung Südosten über Gusow-Platkow bis nach Reithwein an die Oder zurück führt (gegenüber von Göritz).
Die beiden Teile des Lebuser Landes, westlich und östlich der Oder, haben in etwas die gleiche Größe.
Die Niederlausitz wurde 1815 ein Teil der Provinz Brandenburg. Der größte Teil der Niederlausitz liegt westlich der Neiße.
von Schlesien34.144 km²
34.144,05 km² am 1.1.1943
Polen1.1.19434,5 Mio.Das preußischen Schlesien (1818-1945) östlich der Lausitzer Neiße, soweit nicht bereits nach dem 1.WK an Polen übergegangen.
Von Schlesien in den Grenzen vom 31.12.1937: 36.333 km² Fläche am 1.1.1943 (36.332,94 km²), davon Provinz Niederschlesien 26.600 km² (26.599,96 km²) (ohne die am 1.10.1938 bei Auflösung der Grenzmark Posen-Westpreußen angegliederten Gebiete, 385 km² (384,82 km²): Bomst(West)-Süd, Gemeinde Lache und Kreis Fraustadt),
Provinz Oberschlesien 9.733 km² (9.732,98 km²) Fläche am 1.1.1943 in den Grenzen von 1937.
vom Reg.Bez. [1910]Größte Städte
LiegnitzLiegnitz, Glogau, Grünberg, Sprottau, Sagan, Bunzlau, Lauban, Goldberg, Hirschberg, Jauer, Landeshut.
BreslauBreslau, Schweidnitz, Neumarkt, Namslau, Ohlau, Brieg, Strehlen, Striegau, Waldenburg, Reichenbach, Frankenstein, Neurode, Glatz, Habelschwerdt.
OppelnOppeln, Kreuzburg, Neiße, Ziegenhals, Neustadt, Leobschütz, Cosel, Groß Strehlitz, Beuthen, Zabrze(Hindenburg), Gleiwitz, Ratibor.
Grenzmark Posen-Westpreußen7.717 km²
7.716,53 km² am 1.1.1943
Polen1.1.1943 bzw. 14.2.1946Bevölkerung in den Zahlen für Hinterpommern, Ostbrandenburg und Schlesien enthalten.Gebietsstand vom 1.10.1938 (bei Auflösung der Grenzmark), Fläche am 1.1.1943 (als Summe der einzelnen Kreise), wobei Fläche von Bomst(West) und Kreis Fraustadt vom 16.6.1925 genommen.
von Sachsen142 km²
142,05 km² am 1.1.1943
Polen1945Sachsen östl. der Neiße: Stadt Reichenau (Bogatynia) mit Gebiet.
Ostpreußen36.996 km²
36.995,67 km² am 1.1.1943
Polen und Rußland1.1.19432,5 Mio.Gebietsstand vom 31.12.1937, gesamte Provinz. Fläche am 1.1.1943 (36.995,67 km²6, Seite 25).
Summe114.296 km²
114.296,17 km² am 1.1.1943 gem. Quelle6
heute Polen und Rußland19459 Mio.Ehemalige "Ostgebiete des Deutschen Reiches". Bevölkerung wurde fast komplett vertrieben. Lt. Historikern die größte ethnische Säuberung der Menschheitsgeschichte.

Also verblieb bei Deutschland:

GebietFlächeFlächenangabe(n) aus dem JahreBemerkungen / Quelle
Deutsches Reich 1937 470.714,06 km²1.4.1937Quelle: 2.5, Seite 5
abzüglich an Polen und Rußland angegliederte Gebiete ("Ostgebiete des Deutschen Reiches")-114.296,17 km²1.1.1943Quelle: 6, gerundet auch 4
zuzüglich Flächenkorrektur in den Ostgebiete des Deutschen Reiches vom 1.4.1937 auf den 1.1.1943+51,92 km²1.4.1937 → 1.1.1943Quelle: [1]
verblieben356.470 km² (356.469,81 km²)Gebietsstand 1946, Flächenangabe bezogen auf den 1.1.1937 (1.4.1937).Deutschland 1946. Daraus wurden 1949 die BRD, DDR und West-Berlin. Fläche errechnet aus der Flächenangabe für das Deutsche Reich vom 1.1.1937 abzüglich der Gebiete rechts von Oder und Neiße (114.244,25 km², wenn man Flächenangaben vom 1.1.1937 (1.4.1937) auch für diese Gebiete zugrunde legt).
Flächenzuwachs durch Neuvermessungen und kleinere Grenzkorrekturen auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands vom 1.4.1937 bis 31.12.2020+ 1.118 km²1.4.1937 → 31.12.2020
Summe357.588 km²31.12.2020Fläche des wiedervereinigten Deutschlands am 31.12.2020

Insgesamt wurden von Deutschland seit 1910 im Osten 73.572 km² der Fläche des Deutschen Bundes an Polen und Tschechien übergeben, nämlich:

Fläche am 1.1.1943 (gerundet und genau)JahrGebiet/Bemerkungen
4.042 km²
4.041,76 km²
1920,1922/23; 1945von Schlesien an Polen und an die Tschechoslowakei: Ostoberschlesien (1922), Randgebiete Niederschlesiens (1920) und das Hultschiner Ländchen (1920-1923). Flächenangabe für das Hultschiner Ländchen für das Jahr 1943: 317 km² (316,76 km²).
7 km²
6,64 km²
1920von Pommern an Polen: ein kleines Gebiet im Nordwesten der Woiwodschaft Pommerellen (1920-1939).
23.087 km²
23.086,49 km²
1945von Pommern in der Grenzen von 1910 an Polem: Hinterpommern und Stettin. 60 km² von Hinterpommern i.d. Grenzen von 1937 gehören nicht hierher, das sie erst 1919 von Westpreußen nach Pommern kamen und somit nicht zum Deutschen Bund gehören.
12.150 km²
12.151,38 km²
1945von Brandenburg i.d. Grenzen von 1910 (1937) an Polen: Ostbrandenburg. Brandenburg rechts der Oder und Neiße.
34.144 km²
34.144,05 km²
1945von Schlesien nach dem 2. WK an Polen. Das preußische Schlesien (1818-1945) östlich der Lausitzer Neiße, soweit nicht bereits nach dem 1.WK an Polen übergegangen.
142 km²
142,05 km²
1945von Sachsen an Polen. Sachsen östl. der Neiße: Stadt Reichenau (Bogatynia) mit Gebiet.
73.572 km²
73.572,37 km²
1920-23,1945Das Gebiet des ehemaligen Deutschen Bundes, das im 20. Jahrhundert im Osten vom Deutschen Reich losgelöst wurde.
Durch Neuvermessungen und kleinere Grenzkorrekturen auf diesem Gebiet zwischen 1910 und 1943 könnte die Flächenangabe für dieses Gebiet bezogen auf den 1.12.1910 um bis zu 166 km² kleiner sein, also nur 73.406 km² [1.12.1910].

Anders ausgedrückt, ausgehend vom Gebiet des ehem. Deutschen Bundes (1866), setzt sich die Fläche Deutschlands heute wie folgt zusammen:

Name des GebietesFlächeFlächenangabe(n) aus dem Jahre (Landvermessung von)Bemerkungen
Gebiet des Ehemaligen Deutschen Bundes (1866) im heutigen Deutschland351.053 km²1910
GebietFlächeJahrBemerkungen
Gebiet des Ehemaligen Deutschen Bundes (1815-1866) im Deutschen Kaiserreich (1871-1918)425.495 km²1910
- 73.572 km²1945;1922Das Gebiet des ehemmaligen Deutschen Bundes, das im 20. Jahrhundert im Osten vom Deutschen Reich losgelöst wurde.
+ 166 km²1910 → 1.1.1943Flächenkorrektur durch Neuvermessungen zwischen dem 1.12.1910 und dem 1.1.1943 (=Anfang 1945) auf dem Gebiet des Deutschen Bundes, das im 20. Jahrhundert im Osten vom Deutschen Reich losgelöst wurde: Flächenkorrektur durch Neuvermessungen in Pommern, Ostbrandenburg (Regierungsbezirk Frankfurt) und Schlesien [inkl. Hultschin] (nicht in Ostpreußen und der Grenzmark).
- 1.036 km²1920von der Rheinprovinz an Belgien: Eupen-Malmedy. Es wurde auf die drei belgischen Kantone Eupen, Malmedy und St. Vith aufgeteilt. Die Kantone Eupen und St. Vith bilden heute die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Malmedy gehört zur Französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
351.053 km²1910;1920Dieses Gebiet gehörte ursprünglich zum Deutschen Bund und verblieb nach dem 2.WK bei Deutschland. Flächenangabe zurück gerechnet auf das Jahr 1910.
Südschleswig 5.300 km²19201864 im Deutsch-Dänischen Krieg von Dänemark (Schleswig) erobert und bis heute bei Deutschland geblieben. War nicht Teil des Deutschen Bundes.
Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und kleinere Grenzkorrekturen auf dem beim heutigen Deutschland verbliebenen Gebiet des ehem. Deutschen Bundes vom 1.12.1910 bis zum 1.1.1937 (1.4.1937)+ 117 km²von 1910 auf 1937durch Neuvermessungen im heutigen Deutschland
Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und kleinere Grenzkorrekturen auf dem Gebiet des heutigem Deutschlands zwischen dem 1.1.1937 (1.4.1937) und 31.12.2020+ 1.118 km²von 1937 auf 2020durch Neuvermessungen im heutigen Deutschland
Summe357.588 km²31.12.2020Deutschland

Das Gebiet der ehem. preußischen Provinzen Pommern, Brandenburg und Schlesien, aus der Zeit des Deutschen Bundes und der Kaiserzeit, ist seit August 1945 wie folgt über folgende Staaten verteilt:

Pommern

GebietFlächenangabeJahrBemerkungen
Pommern (1910) 30.131,40 km²1910
+ 109,93 km²1910 → 1943Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und kleinere Grenzkorrekturen in Pommern zwischen 1910 und 1943.
30.241,33 km²
gerundet 30.242 km²
1943Pommern i.d.Grenzen von 1910, aber mit Flächenangaben für den 1.1.1943.
(Aus der Flächenangabe für Pommern in den Grenzen vom 1.4.1937, 30.254,54 km²([1]) mit Landvermessung vom 1.1.1943, erhält man diese Zahl durch Abziehen von 60 km² für ein 1919 von Westpreußen erworbenes Gebiet und Hinzuaddieren von 6,64 km² für ein 1920 an Polen angegliederes Gebiet und Hinzuaddieren von 40,15 km² für die Exklave Zettemin ("De Säben Dörper"), die am 1.4.1937 dem mecklenburgischen Kreis Malchin angegliedert wurde: 30.241,33 km²)

Heute verteilt auf:
StaatFlächenangabeJahrBemerkungen
Polen 23.094 km²
23.093,13 km²
1945heute verteilt auf:
- Woiwodschaft Westpommern (aus dt. Sicht "Hinterpommern"): 21.700 km² Landfläche [2020], davon ca. 3.900 km² NICHT auf dem Gebiet der ehem. preuß. Provinz Pommern (Kreise Myślibórz (Soldin), Choszczno (Arnswalde) und Wałcz (Deutsch Krone)).
- Woiwodschaft Pommern (im dt. Sprachraum auch als Pommerellen ("kleines Pommern") bezeichnet; das Wort bezeichnet den schon vor dem Zweiten Weltkrieg polnischen Teil Pommerns). Ca. 5.200 km² dieser Woidwodschaft liegen auf dem Gebiet der ehem. preuß. Provinz Pommern: Stadt und Stadkreis Słupsk (Stolp), Kreise Bytów (Bütow) und Lębork (Lauenburg).
Deutschland 7.148 km²
7.148,20 km²
194523,6% der ehem. preuß. Provinz Pommern i.d.Grenzen von 1910. Heute verteilt auf das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und ein kleinerer Teil im Bundesland Brandenburg (östlich der Randow und nördlich der Welse: Amt Gartz (Oder) (264 km² [2022]) und Ortsteile von Schwedt/Oder nördlich der Welse: Hohenfelde (17 km²), Jamikow, Kummerow, Kunow (15 km²) und Schönow (11,3 km²), zusammen ca. 50 km²).

Größte Städte (> 5.000 Ew. [2018/2022]): Greifswald, Stralsund, Pasewalk, Ueckermünde, Torgelow, Anklam, Wolgast, Ostseebäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin auf Usedom, Demmin, Altentreptow (Treptow a.d. Tollense), Barth, Grimmen, Bergen auf Rügen, Sassnitz auf Rügen, Binz auf Rügen, OT Damgarten (von Ribnitz-Damgarten).

Brandenburg

GebietFlächenangabeJahrBemerkungen
Regierungsbezirk Frankfurt (1910) 19.196,6 km²1910
+ 16,44 km²1910 → 1943Flächenkorrektur durch Neuvermessungen im Regierungsbezirk Frankfurt zw. 1910 und 1943.
19.213,04 km²
gerundet 19.212 km²
1943Regierungsbezirk Frankfurt i.d.Grenzen von 1910 (=1937), aber mit Landvermessung vom 1.1.1943.

Heute verteilt auf:
StaatFlächenangabeJahrBemerkungen
Polen 12.150 km²
12.151,38 km²
1945Heute verteilt auf:
- Woiwodschaft Lebus: 13.729 km² Landfläche [2020].
- sowie ein kleiner Teil in der Woiwodschaft Westpommern.
Deutschland 7.062 km²
7.061,66 km²
1945Zusammen mit dem Regierungsbezirk Potsdam (19.888,17 km² am 1.1.1941) blieben 68,9% (26.949,83 von 39.101,21 km²) der preuß. Provinz Brandenburg i.d.Grenzen von 1937 nach dem 2.WK bei Deutschland.
Dieses Gebiet gehört heute fast vollständig zum Land Brandenburg, bis auf kleine Randgebiete in Vorpommern (Straßburg (Uckermark) und ein Gebiet südlich von Pasewalk), Mecklenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen (Kromlau). Im Gegenzug wurde Brandenburg großzügig um Gebiete der ehem. Provinzen Pommern (Gartz(Oder), Casekow), Mecklenburg, Provinz Sachsen (Ziesar; Elsterwerda, Falkenberg(Elster), Herzberg(Elster), Schlieben) und Provinz Niederschlesien (Ruhland, Ortland) erweitert, so dass es heute wieder knapp 30.000 km² (29.654,16 km² [2022]) umfasst.

Schlesien

GebietFlächenangabeJahrBemerkungen
Schlesien (1910) 40.335,11 km²1910Fläche am 1.12.1910
+ 21,32 km²1910 → 1937Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und geringfügige Grenzkorrekturen im deutschen Teil Schlesiens zwischen 1910 und 1935(=1937).
40.356,43 km²
gerundet 40.356 km²
1937Schlesien i.d.Grenzen von 1910, aber mit Landvermessung vom 1.1.1937 (=1.4.1937).
1937 verteilt auf:
Provinz Niederschlesien 26.600,39 km²1937Regierungsbezirke Liegnitz und Breslau (26.600,39 km² am 1.1.1937).
Provinz Oberschlesien 9.715,04 km²1937Regierungsbezirk Oppeln (9.715,04 km² am 1.1.1937).
Polen 3.213 km²1920/22Diese Gebiete bildeten einen Teil der neugebildeten Woiwodschaft Schlesien der 2. Polnischen Republik (1922-1939): Powiats (Kreise): Katowice (Kattowitz), Królewska Huta (Königshütte), Lubliniec (Lublinitz), Pszczyna (Pleß), Rybnik (Rybnik), Świętochłowice (Schwientochlowitz) und Tarnowskie Góry (Tarnowitz), zusammen 3.180 km² (1931).
Polen 512 km²1919Randgebiete Niederschlesiens. Sie kamen zur polnischen Woiwodschaft Posen (1919-1939). Im einzlnen warem das: Vom Kreis Namslau die Gemeinde Rychtal (Reichthal, 85 km²[1919]). Vom Kreis Groß Wartenberg (nordöstl. Teil) wurdem die polnischen Gemeinden Bralin (Bralin, 75 km²[2020]), Perzów (Perschau, ca. 90 km²), westlicher Teil von Kobylagóra (Haideberg, ca. 50 km²) [1937 alle im Powiat Kępiński (Kreis Kempen)], südwestl. Teil von Czarnylas (Schwarzwald, ca. 70 km²), südlicher Teil von Granowiec (Grandorf, ca. 70 km²) [1937 im Kreis Ostrów Wielkopolski (Ostrowo)] gebildet. Außerdem kamen kleine Teile der Kreise Guhrau und Militsch von Schlesien zur poln. Woidwodschaft Posen.
Tschechoslowakei 316 km²1920/23Das Hultschiner Ländchen.

Heute verteilt auf:
StaatFlächenangabeJahrBemerkungen
+ 18,27 km²1937 → 1.1.1943Flächenkorrektur durch Neuvermessungen im deutschen Teil Schlesiens (inklusive Hultschiner Ländchen; dieses seit 15.4.1939 bis 1945 wieder ein Teil Schlesiens, Provinz Oberschlesien) zwischen 1935(1937) und 1.1.1943.
40.374,7 km²
gerundet 40.375 km²
1943Schlesien i.d.Grenzen von 1910, aber mit Flächenangaben für den 1.1.1943 (40.374,70 km², IK).
Polen 37.869 km²
37.869,05 km²
1919-23,1945Davon 3.725 km² nach dem 1. WK an Polen, 34.144 km² von Schlesien i.d.Grenzen v. 1937 nach dem 2. WK an Polen (Flächenangabe vom 1.1.1943, ohne Fraustadt und Bomst(West)-Süd).
Das preußische Schlesien ist heute in Polen hauptsächlich auf die Woiwodschaften Niederschlesien, Oppeln und Schlesien aufgeteilt, wobei letztere auch größere Gebiete enthält, die nie zu Preußen gehörten. Weitere Teile des preuß. Schlesiens gehören heute zur Wojewodschaft Lebus (Grünberg, Sagan, Neusalz) sowie zur Woiwodschaft Großpolen (Randgebiete Niederschlesiens, 1919 abgetreten, in den heutigen Kreisen Kępno (Kempen), Ostrzeszów (Schildberg) und Ostrów Wielkopolski (Ostrowo)).
Deutschland 2.189 km²
2.188,89 km²
am 1.1.1943 links der Lausitzer Neiße liegendalso 5,4% von Schlesien 1910. Aber sogar 8,2% der Provinz Niederschlesien (im Gebietsstand von 1937).
Das Gebiet liegt heute im Bundesland Sachsen (Niederschlesische Oberlausitz), sowie ein kleiner Teil im Land Brandenburg (Ruhland, Ortrand). Der größte Teil des Gebietes gehört zur historischen Region Oberlausitz und gehörte erst seit 1818 zum preußischen Schlesien. Nur die Ortschaft Pechern mit Umgebung, 29,1 km², gehörte schon seit Jahrhunderten vorher zu Schlesien, in den Grenzen Schlesiens von 1742, als große Teile Schlesiens von Preußen erobert wurden. Pechern gehörte zum Kreis Sagan.
Sächsisch war der nördliche Teil der Oberlausitz aber nur von 1635 bis 1815 (und dann wieder seit 1945). Vorher hatte die Oberlausitz, wie auch das restliche Schlesien, seit 1526 zum Haus Habsburg gehört. Und schon vorher war die Oberlausitz seit 1329 "staatsrechtlich eng und dauerhaft" mit dem Königreich Böhmen verbunden, zu dem auch Schlesien gehörte.

Größte Städte und Gemeinden (> 3.000 Ew. [2022]): Görlitz, Weißwasser, Niesky, Bad Muskau, Hoyerswerda, Bernsdorf, Reichenbach/O.L., Rothenburg/O.L., Gemeinde Boxberg/O.L., Gemeinde Krauschwitz (mit Pechern und Klein Priebus), Gemeinde Markersdorf (alle in Sachsen); Ruhland und Ortrand (im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz).
Tschechien 317 km²
316,76 km²
1919-23;erneut 1945 (nehme hier die gerundete Flächenangabe für den 1.1.1943)Das Hultschiner Ländchen ist heute ein Teil der Region Schlesien in Tschechien.

 

Ostpreußen

GebietFlächenangabeJahrBemerkungen
Provinz Ostpreußen (1910)37.002,02 km²1910Fläche am 1.12.1910
+ 221,50 km²1910 → 1937Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und geringfügige Grenzkorrekturen im nach 1922 deutsch gebliebenen Teil der alten Provinz Ostpreußen (ohne den eingegliederten Regierungsbezirk Westpreußen) zwischen 1910 und 1935(=1937).
Regierungsbezirk Westpreußen (1922-1939) 2.955,77 km²1925Fläche am 25.6.1925. Ein aus der Stadt Elbing und den Landkreisen Elbing, Marienburg, Marienwerder, Rosenberg und Stuhm des Regierungsbezirkes Marienwerder der Provinz Westpreußen gebildetes Gebiet, das am 1.7.1922 der Provinz Ostpreußen angegliedert wurde.
- 29,84 km²1925 → 1937Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und geringfügige Grenzkorrekturen im 1922 neu eingegliederten Regierungsbezirk Westpreußen zwischen 1925 und 1935(=1937).
40.149,45 km²1937Provinz Ostpreußen i.d.Grenzen von 1910 und Regierungsbezirk Westpreußen i.d.Grenzen von 1922, aber mit Landvermessung vom 1.1.1937 (=1.4.1937).
1937 verteilt auf:
Provinz Ostpreußen 36.991,75 km²1937Fläche am 1.1.1937. Davon 2.925,93 km² (1.10.1935 = 1.1.1937) Regierungsbezirk Westpreußen.
Memelland 2.656,7 km²19201920 an die alliierten Mächte abgetreten. Am 10.1.1923 von Litauen annektiert, Quelle: wikipedia: Memelland.
Soldauer Ländchen 501 km²1920Am 10.1.1920 an Polen abgetreten. Quelle: Soldauer Gebiet.

Heute verteilt auf:
StaatFlächenangabeJahr der FlächenangabeBemerkungen
+ 3,92 km²1937 → 1.1.1943Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und geringfügige Grenzkorrekturen in der Provinz Ostpreußen (Grenzen von 1937, also ohne 1939 "wiedereingegliederte" Gebiete) zwischen 1937 und 1.1.1943.
- 240,63 km²1920 → 1.8.1941Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und geringfügige Grenzkorrekturen im Memeland zwischen 1920 und 1.8.19417
- 9,77 km²1920 → 1.1.1941Flächenkorrektur durch Neuvermessungen und geringfügige Grenzkorrekturen im Soldauer Ländchen zwischen 1920 und 1.1.1941. Das Soldauer Gebiet wurde am 26.10.1939 der Provinz Ostpreußen "angegliedert"3.
39.902,97 km²1943Provinz Ostpreußen i.d.Grenzen von 1910 und Regierungsbezirk Westpreußen i.d.Grenzen von 1922, aber mit Flächenangaben für den 1.1.1943 (1.1./1.8.1941).
Litauen 2.416,07 km²71.8.1941Memelland
Russland 13.205 km²
13.205,00 km²6
1.1.1943Das Kaliningrader Gebiet mit der ehemaligen Stadt Königsberg.
Polen 23.791 km²
23.790,67 km²6
1.1.1943Das südliche, heute polnische Ostpreußen in den Grenzen von 1937. Hier liegt die polnische Woiwodschaft Ermland und Masuren, sowie ein östlicher Teil der Woiwodschaft Pommern mit den Städten Marienburg, Marienwerder und Stuhm.
Polen 491,23 km²31.1.1943Das Soldauer Gebiet, am 26.10.1939 nach Ostpreußen "eingegliedert" und vom 24.4.1940 bis 1945 (wieder) ein Teil des ostpreußischen Kreises Neidenburg. Aber schon von 1920-1939 polnisch, seit 1945 wieder.

 

Preußen

Das Fläche Preußens, die 1946 innerhalb der Grenzen des heutigen Deutschlands lag, betrug: 179.724 km² (bezogen auf den Gebietsstand Preußens am 1.4.1937 und Flächenangaben für denselben Stichtag).
Am 25.2.1947 wurde der Freistaat Preußen dann formell, durch das Alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 46, aufgelöst.
Diesen Wert habe ich wie folgt berechnet:
GebietFlächeFlächenangabe(n) aus dem JahreBemerkungen / Quelle
Königreich Preußen348.779,87 km²1910Quelle: 0, Tab. II S. 8
Freistaat Preußen291.639,93 km²1925Quelle: 1, Seite 44
Freistaat Preußen292.790.05 km²1.10.1935Quelle: 2, Seite 6. Bem.: Nach Eingliederung von Fstm. Waldeck, 1.055 km², 1929 zu Preußen (Hessen-Nassau eingegliedert).
Freistaat Preußen293.825,90 km²1.4.1937Quelle: 2.5. Bem.: Fläche am 1.1.1937, aber die Eingliederungen im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes, welches erst am 1.4.1937 in Kraft trat, wurden schon berücksichtigt. Am 1.4.1937: Landkreis Eutin von Freistaat Oldenburg nach Preußen (Schleswig), 561,7 km². Landkreis Birkenfeld ebenfalls von Freistaat Oldenburg nach Preußen (Rheinprovinz), 502,83 km². Die pommersche Exklave Zettemin (mit "De Säben Dörper"), 40,15 km², nach Mecklenburg, Kreis Malchin.
abzüglich Ostgebiete des Deutschen Reiches-114.296,17 km²1.1.1943Quelle: 6, gerundet auch 4
zuzüglich Flächenkorrektur in den Ostgebieten des Deutschen Reiches vom 1.4.1937 auf den 1.1.1943+51,92 km²1.4.1937 → 1.1.1943Quelle: [1]
zuzüglich nicht-preußisches Gebiet der Ostgebiete des Deutschen Reiches: Reichenau/Bogatynia und Umgebung; von Ostsachsen+142,05 km²1945
Preußen, 1946 bei Deutschland verbliebenes Gebiet179.723,7 km²Gebietsstand und Flächenangabe bezogen auf den 1.4.1937Formell am 25.2.1947 aufgelöst und in die Alliierten Besatzungszonen eingegliedert. Daraus wurden 1949 die BRD, DDR und West-Berlin. Fläche errechnet aus der Flächenangabe für den Freistaat Preußen vom 1.4.1937 abzüglich der preußischen Gebiete rechts von Oder und Neiße (114.102,2 km², wenn man Flächenangaben für den 1.4.1937 auch für diese Gebiete zugrunde legt).
zzgl. übriges Deutschland 1946 (Nicht-Preußen)176.746,11 km²1.4.19371937 links von Oder und Neiße: 176.888,16 km² Nicht-Preußen am 1.4.19372.5 abzgl. 142,05 km² Stadt- und Landkreis Zittau am 1.1.1943 östlich der Lausitzer Neiße6.
Summe356.469,81 km²1.4.1937heutiges Deutschland, Flächenangabe auf den 1.4.1937 zurück gerechnet.

 

Preußens Provinzen

Die Provinzen Preußens 1946, soweit bei Deutschland verblieben.
Flächen berechnet ausgehend vom Gebietsstand Preußens vom 1.4.1937. Quelle: 2.5.
Für Pommern (nur Regierungsbezirk Stettin), Regierungsbezirk Frankfurt/Oder (Brandenburg) und Schlesien (nur Prov. Niederschlesien, Regierungsbezirk Liegnitz) benutze ich die in 6 angegebenen Werte für das westlich der "Oder-Neiße-Line" liegende Gebiet. Diese Flächenangaben beziehen sich auf die für den 1.1.1943 angegebenen Gesamtflächen dieser Provinzen bzw. Regierungsbezirke.
Die Flächenangaben für die östlich von Oder und Neiße gelegenen Regierungsbezirke stimmen in den amtlichen Statistiken vom 1.10.1935 und 1.1.1937 überein (bei Schlesien nur in der Provinzsumme), mit Ausnahme vom Reg.Bez. Stettin. Dieser wurde am 1.4.1937 um die Enklave Zettemin verkleinert.
Ostpreußen, Posen-Westpreußen und Oberschlesien liegen komplett außerhalb deutscher Verwaltung und werden hier gar nicht aufgeführt.

Damit ergeben sich folgende Werte:
Preußische ProvinzFläche 1946 unter deutscher VerwaltungBemerkungen
Stadt Berlin 883,63 km²
Prov. Brandenburg26.948,67 km²7.061,66 km² Reg.Bez. Frankfurt westl. der Oder-Neiße-Linie plus 19.887,01 km² Reg.Bez. Potsdam (1.4.1937).
Prov. Pommern 7.108,05 km²Vorpommern ohne Stettin und Swinemünde. Ohne Exklave Zettemin (seit 1.4.1937 bei Mecklenburg, 40,15 km²).
Prov. Niederschlesien 2.188,89 km²Nur Reg.Bez. Liegnitz. Das Gebiet liegt heute im Freistaat Sachsen, Region Niederschlesische Oberlausitz.
Prov. Sachsen25.528,43 km²Im heutigen Sprachgebrauch: Sachsen-Anhalt (ohne Anhalt). Nicht: Freistaat Sachsen.
Prov. Schleswig-Holstein15.682,00 km²
Prov. Hannover38.704,78 km²Heute ein Teil (der Hauptteil) des Landes Niedersachsen.
Prov. Westfalen20.214,85 km²
Prov. Hessen-Nassau16.845,22 km²
Rheinprovinz24.476,92 km²Heute verteilt auf Nordrhein-Westfalen ("Nordrhein", Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln, 12.657 km² (2018) verbunden im Landschaftsverband Rheinland (LVR)) und Rheinland-Pfalz (alles außer Rheinhessen und der Pfalz).
Hohenzollerische Lande 1.142,26 km²
Preußen, 1946 links der Oder-Neiße-Linie179.723,70 km²Alle Flächenangaben für den 1.4.1937 bzw., bei den 1945 geteilten Provinzen, für den 1.1.19436. Heute innerhalb Deutschlands liegendes Gebiet Preußens in dessen Grenzen vom 1.4.1937.

 

Quellenangaben:

  • 0 a Die Volkszählung im Deutschen Reiche am 1. Dezember 1910. Statistik des Deutschen Reichs, Band 240. Kaiserliches Statistisches Amt. Verlag Puttkammer & Mühlbrecht. Berlin 1915.
  • 1 a b c d e f g Statistik des Deutschen Reiches, Band 401, I. Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16.Juni 1925. Volkszählung. Die Bevölkerung des Deutschen Reiches nach den Ergebnissen der Volkszählung 1925. Statistisches Reichsamt, Berlin, 1928. Verlag von Reimar Hobbing in Berlin SW 61. Online-Ausgabe bei digi.bib.uni-mannheim.de
  • 2 a b c d e f g h Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, aufgrund der Volkszählung von 1933. Statistisches Reichsamt, 3. Auflage 1936. - Statistik des Deutschen Reiches, Band 450 - 467. Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft u. Statistik G. m. b. H. in Berlin SW 58. URL: digi.bib.uni-mannheim.de
  • 2.5 a b c d e f g h i Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. Statistisches Reichsamt. 56. Jahrgang, 1937. Berlin 1937. Die hierin enthaltenen Flächenangaben gelten für den 1.1.1937. Die aufgrund des "Groß-Hamburg-Gesetzes und anderen Gebietsbereinigungen" erst zum 26.1.1937 und 1.4.1937 in Kraft tretenden Gebietsveränderungen sind aber bereits berücksichtigt worden. Online-Ausgabe bei www.digizeitschriften.de
  • 3 a b c d e f g h i j k l m n Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, aufgrund der Volkszählung vom 17.5.1939. Statistik des Deutschen Reichs. Band 550. Zweite Auflage, Berlin 1941. URL: urn:nbn:de:bsz:180-digad-21863
  • 4 a b c d e f g h i j k Titel der Abhandlung: "Ostgebiete des Deutschen Reiches z.Zt. unter fremder Verwaltung". Untertitel: "Verwaltungsgliederung nach dem Stand vom 1.9.1939". Nicht genannter Autor, mglw. eine Publikation des Statistischen Bundesamtes. Wahrscheinlich 1957 erschienen. Polnische Online-Quelle: istmat.org : vostochnye territorii pod inostrannym upravleniem, aufgerufen am 29.05.2024. Unter dieser polnischen URL werden die Seiten 601 - 612 der Quelle wiedergegeben. Es handelt sich um das Digitalisat eines Exemplares der Wirtschaftshochschule Mannheim. Diese Quelle enthält auch zahlreiche weiterführende Quellenangaben. Diese Quelle enthält zahlreiche Flächenangaben, für alle Kreisgebiete rechts von Oder und Lausitzer Neiße. Die Flächenangaben datieren auf den 14.02.1946 bzw., falls abweichend, auf den 1.1.1943.
  • 5 a b c Folgende Gebiete bzw. Gebietsteile wurden am 01.10.1938, bei Auflösung der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen, den Provinzen Brandenburg und Schlesien angegliedert:
    1. Bomst(West)-Nord: 180,42 km². Dieses Gebiet wurde dem Kreis Züllichau-Schwiebus angegliedert := Kreis Züllichau-Schwiebus am 1.1.1941 (1.094,19 km²3) - Kreis Züllichau-Schwiebus am 16.6.1925 (913,77 km²1).
    2. Bomst(West)-Süd: 102,16 km². Dieses Gebiet wurde dem Kreis Grünberg angegliedert := Kreis Bomst(West) am 16.6.1925 (282,58 km²1) - Kreis Bomst(West)-Nord.
    3. Gemeinde Lache: 10,85 km². Dieses Gebiet aus dem Kreis Fraustadt wurde ebenfalls dem Kreis Grünberg angegliedert := Kreis Fraustadt am 16.6.1925 (282,66 km²1) - Kreis Fraustadt am 1.1.1941 (271,81 km²3).
    Nebenbemerkung: Die Fläche des Kreises Grünberg zum 30.09.1938 ergibt sich damit zu 860,59 km² := Kreis Grünberg am 1.1.1941 (973,60 km²3) - Bomst(West)-Süd - Gemeinde Lache.
  • 6 a b c d e f g h i j k l Statistische Berichte: Die Deutsche Bevölkerung in den Vertreibungsgebieten - Entwicklung, Zusammensetzung und Bilanz 1939/50 - Hrsg.: Statistisches Bundesamt / Wiesbaden. Arb.-Nr. VIII/20/24. Erscheinen am 4. November 1959.
  • 7 a b c Statistisches Jahrbuch für das Deutsch Reich, Neunundfünfzigster Jahrgang 1941/42, Statistisches Reichsamt, Berlin 1942. Online-Ausgabe bei www.digizeitschriften.de

Fußnoten

  1. Flächenkorrekturen in den Ostgebieten des Deutschen Reiches vom 1.1.1937 (1.4.1937) auf den 1.1.1943. Diese kommen durch leicht unterschiedliche Flächenangaben für die beiden Zeitpunkte für das gleiche Gebiet zustande. Gründe dafür können Neuvermessungen und geringfügige Grenzkorrekturen sein. Stichtag für den Gebietsstand ist jeweils der 01.04.1937.
    Gebiet in den Grenzen v. 1937Flächenkorrektur 1937 → 1943Fläche 1.4.1937Fläche 1.1.1943
    Quellen / Bemerkungen
    Pommern+ 23,69 km²30.230.85 km²2.5, Seite 530.254,54 km²
    (aufgerundet auf 30.255 km²)
    exakte Rechnung (ohne Rundung): 38.409,0 km² (1.1.1943)3, Seite 8. Abzüglich Kreise Arnswalde und Friedeberg, zusammen 2.367,29 km² (1.1.19434). Abzüglich Kreise Deutsch-Krone, Flatau, Schlochau, Stadtkreis Schneidemühl und Netzekreis, zusammen 5.787,17 km² (1.1.19413, 1.1.1943 bzw. 14.2.1946 für den Kreis Deutsch-Krone 2.152,33 km² [1.1.1941]4). → 30.254,54 km² (Pommern i.d. Grenzen vom 31.12.1937, Angabe für den 1.1.1943).
    Regierungsbezirk Frankfurt (Ostbrandenburg)+ 5.13 km²19.207,91 km²2.5, Seite 619.213,04 km²
    (kompensierend abgerundet auf 19.212 km²)
    18.390 km² (1.1.1943, 1.1.19413, Seite 8). Zuzüglich Kreise Arnswalde und Friedeberg, zusammen 2.367 km² (1.1.19434, 1.1.19413). Abzüglich Kreise Meseritz und Schwerin (Warthe), zusammen 1.365 km² (1.1.19434, 1.1.19413) und abzüglich Bomst(West)-Nord (180 km²5).
    Schlesien (Niederschlesien plus Oberschlesien [ohne Hultschin])+ 17,51 km²36.315,43 km²2.5, Seite 536.332,94 km²
    (gerundet 36.333 km²)
    37.034,52 km² = Oberschlesien plus Niederschlesien am 1.1.19413. Abzüglich Hultschiner Ländchen: 316,76 km² (am 1.1.1941) → Provinz Schlesien 36.717,76 km² (Gebietsstand vom 17. Mai 1939, Flächenangabe für den 1.1.19436, Seite 41). Und abzüglich am 01.10.1938 eingegliederte Gebiete der aufgelösten Grenzmark Posen-Westpreußen: 384,82 km² (Bomst(West)-Süd und Kreis Fraustadt5). Sodann auf ganze Quadratkilometer gerundet.
    Alternative Berechnung: Schlesien (1945) rechts der Lausitzer Neiße, ohne Landkreis Grünberg, ohne Landkreis Rothenburg, aber mit Landkreis Zittau: 33.399 km² (1.1.1943)4. Zuzüglich Landkreis Grünberg (974 km², 1.1.1943, Quelle ebenda), zuzüglich Landkreis Rothenburg (Anteile rechts der Neiße: 298 km² (1945)6, Seite 41), abzüglich Kreis Zittau rechts der Neiße (Bogatynia/Reichenau, von Sachsen, 142 km² (1945)) → Schlesien (1945) rechts der Lausitzer Neiße: 34.529 km² (1.1.1943). Abzüglich der Gebiete, die 1938 von der Grenzmark hinzu gekommen waren: Bomst(West)-Süd (102 km²), Gemeinde Lache (bis 1.10.1938 zum Kreis Fraustadt gehörend, 11 km²) und Kreis Fraustadt (272 km², 1.1.19434), also zusammen abzüglich 385 km² (1.1.1943,IK) → Schlesien rechts der Lausitzer Neiße in den Grenzen von 1937: 34.144 km² (unter Zugrundelegung von Flächenangaben vom 1.1.1943). Zuzüglich Schlesien links der Lausitzer Neiße = 1945 bei Deutschland verbliebener Teil der Provinz Niederschlesien: 2.189 km² (6, Seite 41, Flächenangabe für den 1.1.1943. Vgl. IK basierend auf Flächenangaben aus der 2. Jahreshälfte 1945: 2.193 km²[2]).
    Grenzmark Posen-Westpreußen+ 1,67 km²7.714,86 km²2.57.716,53 km²
    (aufgerundet auf 7.717 km²)
    Summe der Kreise Flatow (980,42 km²), Schlochau (1.686,88 km²), Deutsch Krone (2.152,33 km²), Stadtkreis Schneidemühl (77,49 km²), Netzekreis (890,05 km²), Schwerin (Warthe) (657,56 km²), Meseritz (706,56 km²) (bis hier alle Angaben für den 1.1.19413 und 1.1.19436), Bomst(West) (282,58 km²) und Fraustadt (282,66 km²) (Angaben auf den 16.6.19255): 7.716,53 km²
    Ostpreußen+ 3,92 km²36.991,75 km²2.536.995,67 km²
    (gerundet 36.996 km²)
    36.995,67 km² am 1.1.19436, Seite 25 und in der Fußnote[3]
    Summe Ostgebiete+ 51,92 km²
    (+ 52,2 km² bei Benutzung der gerundeten km²-Angaben für den 1.1.1943)
    130.460,8 km²130.512,72 km²
    (gerundet 130.513 km²6
    Fläche der Ostgebiete des Deutschen Reiches (1945) zzgl. der bei Deutschland verbliebenen Teile der beteiligten Provinzen oder Regierungsbezirke: Vorpommern, Kreis Lebus, Niederlausitz, schlesische Oberlausitz.
  2. Provinz Niederschlesien links der Lausitzer Neiße 1945 = bei Deutschland verbliebener Teil Schlesiens (ohne brandenburgische Exklaven Kromlau, Jämlitz, Tschernitz und Bloischdorf):
    Beteiligte schlesische Stadt- und Landkreise i.d. Grenzen von 1945Fläche links der NeißeDatum der FlächenangabeQuellen / Bemerkungen
    Landkreis Rothenburg (Oberlausitz) 980 km²Oktober 1945Quelle: Kreis Rothenburg (Ob. Laus.). Inkl. der Anteile links der Neiße des am 1.10.1932 aufgelösten Kreises Sagan: Gemeinde Pechern mit Neudorf.
    vom Landkreis Rothenburg (Oberlausitz) 1945-1952 vorübergehend ausgegliedert 55 km²Oktober 1945Im Nordwesten des Landkreises. Quelle: IK anhand von Kartenstudium.
    Stadtkreis Görlitz 16,4 km²1945Quelle: IK.
    Landkreis Görlitz 272 km²1945Quelle: Landkreis Görlitz (Schlesien)
    Landkreis Hoyerswerda 869,89 km²1.1.1941Quelle: 3, Seite 11.
    Summe Provinz Niederschlesien links der Lausitzer Neiße2.193 km²1945
  3. Provinz Ostpreußen in den Grenzen vom 31.12.1937, Flächenangaben vom 1.1.1941. Soweit nicht anders vermerkt alle Flächenangaben aus 3, sowie aus Differenzbildung zu 1.
    GebietFläche am 1.1.1941Bemerkungen
    Provinz Ostpreußen "bisheriges Reichsgebiet"36.485,60 km²Diese Angabe enthält das völkerrechtswidrig wieder eingegliederte Memelland, jedoch nicht die "bisherigen Reichsgebiete" im neu aufgestellten "Reichsgau Danzig-Westpreußen".
    Memelland-2.416,07 km²siehe gesonderte Berechnung unten
    "bisheriges Reichsgebiet" im Regierungsbezirk Danzig514,34 km²Elbing mit Gebiet
    "bisheriges Reichsgebiet" im Regierungsbezirk Marienwerder2.412,87 km²Kreise Marienwerder, Marienburg, Rosenberg und Stuhm.
    Provinz Ostpreußen36.996,74 km²Gebietsstand vom 31.12.1937, Flächenangaben vom 1.1.1941. Für den 1.1.1943 wird etwas weniger Fläche angegeben, nämlich 36.995,67 km²6. Vgl. mit dem auf ganze Quadratkilometer gerundeten Wert in 4 : 36.996 km².


    Berechnung der Fläche des "Memellandes" (völkerrechtliches Litauen) zum 1.1.1941:
    GebietFläche am 1.1.1941Bemerkungen
    Stadtkreis Memel29,59 km²
    Landkreis Memel813,73 km²
    Landkreis Heydekrug871,81 km²
    Gemeinden Elchwinkel und Skirwieth I-9,4 km²Dieses kleine Gebiet wechselte am 1.10.1939 vom Kreis (Elch-)Niederung in den Kreis Heydekrug. Im Gegensatz zum Rest des Kreises Heydekrug gehört es damit zu dem Gebiet, dass am 31.12.1937 völkerrechtlich zum Deutschen Reich gehörte. Es handelt sich um ein kleines Gebiet links der Flüsse Skierwith und Ruß, beides Mündungsflüsse der Memel in das Kurische Haff. Quellen: wiki.genealogy.net/Skierwieth und wiki.genealogy.net/Elchwinkel. Das Gebiet ist etwa genauso groß wie das Gebiet der Gemeinde Skierwieth vor 1918, welches beiderseites des Flusses Skierwieth lag (= Skierwieth I + Skierwith II): 8,1 km² (1905); Quelle: gov.genealogy.net.
    vom Landkreis Tilsit-Ragnit697,74 km²Die Differenz des Kreisgebietes am 1.1.1941 (1.797,56 km²) und am 16.6.1925 (1.099,82 km² = völkerrechtlich bei Deutschland befindlicher Teil). Nördlicher Teil des Kreisgebietes.
    von der Stadt Tilsit12,6 km²Die Differenz des Stadtgebietes am 1.1.1941 (71,61 km²) und am 16.6.1925 (59,01 km² = völkerrechtlich bei Deutschland befindlicher Teil). Nördlich des Flusses Memel sich befindender Teil des Stadtgebietes.
    "Memelland"2.416,07 km²Flächenangabe für den 1.1.1941 und 1.8.19417. Völkerrechtswidrig wiedereingegliedertes Gebiet.